Niemand übernimmt gerne die Verantwortung für die negativen Folgen seines Verhaltens. Niemand fühlt sich gerne schuldig. Niemand fühlt gerne den Schmerz, den er einem anderen zugefügt hat.

Um nicht mit dem Gegenüber mitfühlen zu müssen, entschuldigen Menschen ihr Verhalten, indem sie sich in Schutzbehauptungen, Ausreden und Neutralisierungstechniken flüchten.

Auch Kinder und Jugendliche verfügen häufig bereits über ausgeklügelte Rechtfertigungsstrategien:

„Ich hab doch nur Spaß gemacht!“, „Das war doch keine Absicht!“ und „Der hat mich doch provoziert!“ sind Beispiele dafür. Bleiben diese Mechanismen unbearbeitet, fehlt den Kindern und Jugendlichen der Zugang zum einzigen intrinsisch wirksamen gewalthemmenden Faktor: dem Mitgefühl.

Es ist daher die Aufgabe von Erziehenden, Rechtfertigungen aufzudecken und Heranwachsende mit ihrem Verhalten und dessen Konsequenzen zu konfrontieren.

Diese Fortbildung richtet sich an Fachkräfte von schulischen und außerschulischen Bildungs- und Erziehungsangeboten, die lernen wollen, wie sie Rechtfertigungsstrategien sinnvoll begegnen können.

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